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Literatur verstehen – kein Problem *Terrarienpfleglinge*

Fachbegriff

Bedeutung

Adaption

Anpassung von Verhaltensweisen bis hin zur Fixierung in der Erbmasse an bestimmte Lebensräume

Abdomen

Hinterleib

adult

erwachsen, geschlechtsreif

Aestivation

Sommerruhe

Affinität

Zusammenhang, verwandtschaftliche Beziehungen

Aftersporne

zurückgebildete Knochen der Hinterbeine bei Riesenschlangen

Aggregation

Ansammlung von Individuen einer Art an einem Platz

Allochontie

Lehre der Körperproportionen ( Ulber et al. 1989)

allochthon

nicht ursprünglich an einem Ort vorkommend, Gegenteil von autochthon

amphibisch

Wasser- und Landbewohnend

Amphigonia retardata

Samenspeicherung, verzögerte Befruchtung

Amplexus

Umklammerung des Weibchens durch das paarungsbereite Männchen

Anachoretie

in Isolation lebend

Anthropogen

vom Menschen geschaffen, verursacht/ geprägt

Aquatisch, aquatil

im Wasser lebend

arboricol

baumbewohnend

Arthropoda, Arthropoden

Gliederfüßer, Artenreicher Tierstamm zu denen unter anderem auch Insekten, Krebstiere, Spinnen und Skorpione gehören

autochthon

einheimisch ,an Ort und Stelle entstanden

Autotomie

die Fähigkeit, einzelne Körperteile zum Schutz abzuwerfen

Brunstschwielen

an den Vordergliedmaßen männlicher Amphibien zur Paarungszeit ausgebildete Schwielen. Ein besseres Umklammern der meist grösseren Weibchen ist hierdurch möglich

Carnivor

fleischfressend

Chelizeren

erstes Beinpaar bei Spinnen. Dient zum Ergreifen, Töten, Zerteilen der Beute und führt diese zum Mund

Dimorphismus

Zweigestaltigkeit, Unterschiedlichkeit in der Körpergestalt, meist zwischen Geschlechtern

divergent

auseinander gehend/sich auseinander entwickeln

dorsal

den Rücken betreffend

dorsolateral

Übergangsbereich zwischen Rücken und Flanken/Seiten

Ektothern, Ektothermie

Körpertemperatur unterliegt in Abhängigkeit von der Außentemperatur größeren Schwankungen

Endemit, endemisch

nur in dem begrenzten, klar definierten Gebiet vorkommend

Endotherm, Endothermie

Möglichkeit bei Tieren, durch eigene Wärmeproduktion und Temperaturregulation ihre innere Körpertemperatur in engen Grenzen konstant zu halten.

Epiphyten

Pflanzen, die auf anderen Pflanzen wachsen, ohne von deren Nährstoffen zu leben

Epithel

Haut- oder Gewebeschicht, z.B. Sinnesepithel ist die mit Sinneszellen (Rezeptoren) besetzte Gewebeschicht

Euryphag

mit breitem Nahrungsspecktrum, im Gegensatz zu Nahrungsspezialisten

Femoralporen

Drüsen der Echsen auf der Innenseite der Oberschenkel. Sehr ausgeprägt bei Männchen in der Paarungszeit

fertil

zeugungsfähig, fruchtbar

Geschlechtsdetermination

Festlegung des Geschlechts des Embryos / kann sowohl genetisch als auch über die Umgebungstemperatur erfolgen

gravid

trächtig

Grubenorgan

Sinnesorgan zur Wärmeerkennung

Habitat

Verbreitunsgebiet einer Art

heliophil

sonnenliebend

heliotherm

von der Sonnenwärme abhängig

Hemipenis

Das männliche, paarig ausgebildete Begattungsorgan der Schuppenkriechtiere. Der Plural lautet: Hemipenis. Eine Echse oder Schlange hat somit zwei Hemipenis, aber bei der Paarung wird immer nur ein Hemipenis in die weibliche Kloake eingeführt, nie beide gleichzeitig.

Hemiclitoris

taschenartige, paarige Einstülpung in der Kloake weiblicher Schuppenkriechtiere

Herbivor

pflanzenfressend

Hibernation

Winterruhe

Homoiotherm

gleichwarm; Möglichkeit bei Tieren eine gleichbleibende Körpertemperatur unabhängig von der Umgebungstemperatur aufrecht zu erhalten. Dabei wird die Körpertemperatur weitgehend durch Stoffwechselvorgänge erzeugt

humid

niederschlagsreich, feucht

Hybridogenese

Form der nicht geschlechtlichen Fortpflanzung

Inkubationszeit

Zeit zwischen Eiablage und Schlupf der Jungtiere bei eilegenden Arten; im Krankheitsfall, die Zeit zwischen Infizierung und Ausbruch der Krankheit

Jacobson’sches Organ

Organ zum Wahrnehmen grober Gerüche

juvenil

jung, noch nicht geschlechtsreif

Kainismus

fressen von Geschwistern

Kammorgan/Kammzähne

Tastsinnorgan der Skorpione an der Unterseite ihres Hinterleibes

Kannibalisch

Ernährung von der eigenen Art

Kloakenspalte

Körperöffnung direkt an der Unterseite des Schwanzansatzes, in die der Verdauungsapparat sowie die Ausführgänge der Geschlechtsprodukte münden

konvex

nach außen gewölbt

kryptisch

Wörtlich: verborgen, Farb und Gestaltanpassung an die Umwelt. In der Systematik sind kryptische Arten solche, die nicht durch äußere Merkmale abzugrenzen sind, jedoch genetisch eine eigene Art darstellen

lateral

seitlich, zur Seite hin gelegen, z.B. an den Flanken

Lithophyten

wie Epiphyten, nur dass das Substrat in diesem Fall Steine oder Felsen sind

Metabolismus

Stoffwechsel

Migrant

Einwanderer, im Sinne von Besiedlung eines neuen Lebensraumes

monophyletisch

auf eine gemeinsame Stammform, einen gemeinsamen Urahnen zurückgehend

Morphe

bestimmte Erscheinungsform oder Gestalt innerhalb einer Art/Unterart

Morphologie

Lehre vom Bau und der Gestalt der Organismen

morphologisch

ein Merkmal, das die äußere Gestalt von Individuen oder Organen betrifft

Neoten, Neotenie

Beibehalten larvaler Merkmale auch nach dem Erreichen der Geschlechtsreife, Neotenie tritt bei manchen Arten obligatorisch, bei anderen fakultativ / wahrscheinlich in Abhängigkeit von Umweltbedingungen auf

Nomenklatur

Benennung von Taxa

Ocelle

augenfleckähnliche Zeichnung, auch punktförmiges Lichtsinnesorgan, Punktauge

Olfaktorisch

den Geruchssinn betreffend

Omnivor

allesfressend

Ontogenese

Entwicklung eines Individuums von Zeugung bis Tod

Ovipar, Oviparie

eierlegend

Ovovivipar

die Entwicklung der Eier erfolgt im mütterlichen Körper, die fertig entwickelten Jungen schlüpfen kurz vor, beim oder kurz nach dem Geburtsvorgang aus der Eihülle

Parthenogenese

Form der eingeschlechtlichen Fortpflanzung, d.h. Nachkommen entstehen aus unbefruchteten Eizellen

petricol

felsbewohnend

Phallodaeum

Begattungsorgan der Blindwühlen

Phytophag

pflanzenfressend

poikilotherm

wechselwarm, Körpertemperatur von der Außentemperatur abhängig

Polymorphismus

Vielgestaltigkeit

Postabdomen

Letzter Teil des “Schwanzes” eines Skorpions an dem der Giftstachel sitzt

Postanalschuppen

vergrößerte Schuppen an der Schwanzunterseite hinter der Kloakenspalte

Prädator

Fressfeind

Respiratorisch

die Atmung betreffend

Rudimentär, Rudiment

Bezeichnung für Organe oder Verhaltensweisen, deren ursprüngliche Funktion sich im Verlauf der Evolution rückgebildet hat und von denen nur noch Reste vorhanden sind

semiadult

halb erwachsen, fast geschlechtsreif

semiaquatisch

am und z.T. auch im Wasser lebend

Species Typica

die Art, anhand derer eine Gattung beschrieben wurde

Squamata

Schuppenkriechtiere oder Reptilien, taxonomische Einteilung

Stenoekie/Stenopotenz

geringe Toleranz gegenüber sich ändernden Umweltbedingungen

Subterrestrisch

unter der Erde lebend

Sympatrie

Gemeinsames Vorkommen von Arten in einem Biotop/Großlebensraum, das Gegenteil davon nennt man Allopatrie

Systematik

die Wissenschaft der Verwandtschaftsverhältnisse von Tieren und Pflanzen

Taxon

systematisch benannte Gruppe von Lebewesen

Taxonomie

Einteilung der Tiere in bestimmte Verwandtschaftsgruppen

Terra Typica

Fundort des Typusexemplares einer Art, heute benutzt man den Begriff Typuslokalität

Terrestrisch

auf der Erde lebend

Thermoregulation

Regulation der Körpertemperatur, z.B. Abkühlung durch Aufsuchen eines Schattenplatzes

Typusexemplar

das Exemplar einer Art, anhand dessen sie beschrieben wurde

Unterart

sich voneinander in einigen Merkmalen unterscheidende Populationen einer Art, die sich aber noch erfolgreich untereinander fortpflanzen können und dabei zeugungsfähige Nachkommen bilden, normalerweise geographisch getrennt

ventral

den Bauch betreffend, bauchwärts