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Krankheiten
Wichtig wie bei der Haltung jeder Tierart ist es, nach jedem Tierkontakt Händewaschen und die Sterilisation der Gebrauchsgegenstände (ca. 70%igem Alkohol), die mit den Tieren oder deren Ausscheidungsprodukten in Kontakt geraden sind. Viele Krankheitserreger und Parasiten sind Wirtsspezifisch, das heisst das sie nur für bestimmt wechselwarme Tiere ansteckend sind, sich aber bei diesen Pfleglingen schnell ausbreiten können. Tiere mit hohem Stressfaktor, wie zum Beispiel rangniedere oder unterlegene Tiere, sind häufiger anfällig für Krankheiten und Parasiten. Bei Jungtieren endet ein Befall oft schneller tödlich als bei Erwachsenen. Tiere aus Wildfängen sind auch sehr anfällig für Krankheiten, da sie aufgrund vieler verschiedener Zwischenstationen den Weg in die heimischen Terrarien finden und dadurch sehr oft ein geschwächtes Immunsystem besitzen. Wie bei allen Krankheiten die frühzeitig erkannt werden, ist hier die Erfolgschance höher und die Dauer bis zur Genesung niedriger. Außenparasiten die sich meist leicht beseitigen lassen, gibt es auch innere Parasiten. Deshalb sollten Sie auf alle plötzlich eintretenden Veränderung Ihres Tieres reagieren, bei Unsicherheit suchen Sie dann am besten den Tierarzt auf. Sind die Tiere erst einmal zu stark geschwächt oder liegen schon Schäden an den Organen vor ist eine Heilung meist nicht mehr möglich. Deshalb fangen Sie bitte nicht an selbst an Ihrem Tier herum zu doktern und suchen Sie einen Tierarzt auf.

Worauf achten vor der Anschaffung?
- schauen Sie auf Körperhaltung, Ernährungsstand und Verhalten des Tieres
- Reagieren die Tiere nur auf Anstossen oder Berührung?
- Wie ist der Ernährungsstand? Sind die Tiere zu fett oder zu dünn?
- Wie sieht der Afterbereich aus?
- Wie ist der allgemeine äusserliche Gesundheitszustand? (Abszesse, Häutungsreste, Verletzungen)

Gesunde Tiere beobachten ihr Umfeld ganz genau und neugierig. Fressen sie selbstständig und bewegen sie sich normal dann steht einem Kauf nichts mehr im Wege.

Worauf achten nach der Anschaffung?
- Nahrungsverweigerung
- Durchfall
- Erbrechen
- Gewichtsverlust

Bringen Sie das Tier nach dem Kauf erstmal besser in einem Quarantänebecken unter um es dort für eine gewisse Zeit ca. 6 bis 8 Wochen zu beobachten. Bringen Sie frisch ausgeschiedenen Kot zur Untersuchung zu einem Tierarzt oder anderen Veterinären Instituten um eventuelle Krankheiten bereits jetzt erkennen zu können


Erkrankungen bei Reptilien

Außenparasiten
Hierzu zählen z.B. Milben und Zecken. Diese lassen sich bei leichtem Befall einfach ab sammeln. Bei starken Befall konsultieren Sie einen Tierarzt der Ihnen sagt wie Sie behandeln müssen.

Bakterielle Erkrankung
Eine bakterielle Erkrankung kann zum Beispiel die Maulfäule sein, diese kann in einem Rachenabstrich nachgewiesen werden. Eine übermäßige Vermehrung der Bakterien durch unhygienisches Halten oder durch Stresseinwirkungen können zum Erkranken des Tieres führen. Achtung, hierbei könnte auch der Verdauungstrakt befallen sein.

Endoparasiten
Zu den Endoparasiten zählen Würmer die sich im Verdauungstrakt des Wirtstieres einnisten ohne den Wirt ernsthaft zu schaden. Erst bei Massenbefall kommt es zu ernsthaften Schädigungen der Schleimhaut mit nachfolgender Sekundärinfektion durch Bakterien. Sollten im Kot Würmer festgestellt werden, sollten diese zu Behandlungszwecken von einem Spezialisten bestimmt werden.

Zestoden (Bandwürmer) sind nur bei Wildfängen zu finden und benötigen einen Zwischenwirt, deshalb ist eine Verbreitung im Terrarium nicht möglich.

Mematoden (Rundwürmer) befallen meisten den Verdauungstrakt und führen zu bakterieller Sekundärinfektion.

Strongyliden legen Eier, in denen sich bereits entwickelte Larven befinden. Aufnahme durch das Trinkwasser. Im laufe der Zeit kann es zu schädigendem Massenbefall kommen.

Lungenwürmer (Rhabdaisiden) schädigen das Lungengewebe.

Oxyuren (Madenwürmer) rufen bei Massenbefall Darmverschluss hervor. Bei Ruhephasen und weniger aktiven Immunsystem können sogar Todesfälle durch die Sekundärinfektion oder Darmverschluss aufgrund des Massenbefalls kommen.

Askariden (Spulwürmer) benötigen keinen Zwischenwirt und verursachen ähnliche Symptome wie die Oxyuren.

Zungenwürmer (Pentastomiden) zählen zu den Gliedertieren und nicht zu den Würmern. Auch sie verursachen Blutungen an betroffenem Gewebe die zu Folgeinfektionen führen können. Die Dosierung der Medikamente sollte hier durch einen Tierarzt kontrolliert werden denn die Behandlung ist nicht immer ohne Risiko.

Pilzerkrankungen
Hautverpilzungen zu behandeln kann recht langwierig sein, denn der Pilz kann tief ins Gewebe eingedrungen sein. Innere Verpilzungen z.B. des Magen- Darmtraktes sind nur schwer zu behandeln und können sehr gefährlich für das Tier sein ( unbedingt Tierarzt aufsuchen!!!).

Protozoen
Die Amöbe *Entamoeba invades* z.B., die zu den Protozoen gehört, verursacht Amöbenruhr oder Darmfäulnis. Sie dringen in die Darmschleimhaut ein und können dort zu gefährlichen Schäden und blutigen Entzündungen führen. Auch die Leber der Tiere ist vor der Amöbe nicht gefeit denn durch das Blut kann sie dort hin gelangen und Leberabszesse verursachen, der zum Tod des Tieres führt. Bei Schlangen kann man durch eine Verdickung des Hinterleibes (ein Stück vor der Afteröffnung), der nicht mehr eingerollt wird, auf eine Amöbeninfektion schliessen. Diese führt schon nach kurzer Zeit zum Tod. Kokziden verursachen Magen- und Darmentzündungen. Diese sind allerdings sehr Artenspezifisch und nicht von einer Art auf eine andere übertragbar. Des weiteren sind sie sehr orts-/ organspezifisch, das bedeutet das Dünndarmkokzidien nur den Dünndarm und keine anderen Organe befallen. Lassen Sie auch hier einen Tierarzt ans werk und behandeln Sie nicht selbst, denn das kann bei falscher Dosierung der Medikamente den Tod des Tieres zur Folge haben.

Verletzungen

Abszesse: Meist mit “käsigem”, eher weniger flüssig- eitrigem Inhalt gefüllte Hautbeutel, die bei Reptilien recht häufig vorkommen. Erreicht ein Abszess eine gewisse Grösse sollte er entfernt werden um mechanische Beeinträchtigungen des Tieres zu verhindern. Bei pickelähnlich grossen Abszessen kann das Tier durch den Pfleger selbst geheilt werden, in dem das Abszess geöffnet und gesäubert wird. Am besten mit 70%igem Alkohol desinfizieren. Ein Hinweis: Nach dem Tierschutzgesetz darf ein chirurgischer Eingriff nur von einem Tierarzt vorgenommen werden. Grössere Abszesse, sowie im Kopfbereich oder in der Leibeshöhle unbedingt vom Tierarzt behandeln lassen.

Darm- und Penisvorfälle: da beide Organe sehr empfindlich sind, müssen sie gegen Austrocknung und Verletzung geschützt werden. Bleiben diese zu lange außerhalb des Körpers können sie austrocknen und absterben. Dagegen helfen Bäder in warmen Wasser. Hilft dieses nicht muss der Pfleger durch leichten Druck versuchen das Organ in den Körper zurück zu drücken. Misslingt beides hilft nur der Gang zum Tierarzt.

Verbrennungen: Diese können durch unsachgemässe Installation von Heizgeräten entstehen. Diese Stellen können mit Wund- und Heilsalbe behandelt werden.

Verletzungen: Dazu gehören Bisswunden und andere offene Verletzungen. Je nach Verletzung müssen unterschiedliche Maßnahmen ergriffen. Diese gehen von der Behandlung mit Wund- und Heilsalbe über Kochsalzlösung bis hin zu Antibiotika. Verletzungen können auch Brüche sein. Vollständig gebrochene Schwänze müssen entfernt werden, angebrochene hingegen können mit Verbänden fixiert werden und können wieder anwachsen.

Haltungs- und ernährungsbedingte Krankheiten

Austrocknung: zu geringe Luftfeuchtigkeit führt zu Häutungsschwierigkeiten und Dehydration

Falsche Vergesellschaftung: führen zu Stresserscheinungen oder Verletzungen

Ernährungsbedingte Krankheiten: treten bei Fleischfressern, die ihre Beute im Ganzen verschlingen weniger auf als bei Pflanzenfressern. Lebende oder frischtote Kleinsäuger z.B. sind reich an Vitaminen, Balaststoffen und Kalzium. Werden Fleischfresser jedoch mit reinen Fleischstücken oder Filets gefüttert, entstehen auch hier nach einiger Zeit Krankheitserscheinungen die durch Mangel an Vitaminen und andern Mineralstoffen entstehen. Grössere Probleme entstehen hingegen bei reinen Pflanzenfressern, da die natürlichen Futterpflanzen in der Regel nicht zur Verfügung stehen - deshalb sollte darauf geachtet werden das möglichst hochwertige Ersatzfutterpflanzen angeboten werden.

Erkältung/ Lungenentzündung: können entstehen wenn das Tier bei zu kühler, trockener oder feuchter Haltung, Zugluft lebt. Im Anfangsstadium wenn nur leichte Atemgeräusche zu hören sind, sollten Sie gleich einen Arzt konsultieren.

Höckerbildung bei Schildkröten: Bei Pflanzenfressern verschiebt sich bei falscher Ernährung oft der Kalzium - Phosphor - Haushalt zugunsten des Phosphors im Körper. Die führt zu einer Überfunktion der der Nebenschilddrüsen. Diese Überfunktion führt zu einer Entmineralisierung des Skelettes. Durch Bildung von Bindegewebe versucht der Körper dies auszugleichen. Oft sind die Gliedmassen und Kiefer betroffen, die wie geschwollen wirken. Eine Rückbildung der Schwellungen ist nicht möglich. Deshalb gilt “Vorsicht ist besser als Nachsicht”.

Häutungsschwierigkeiten: Treten diese Schwierigkeiten auf ist dies meist ein Zeichen von falscher Haltung (zu trocken; zu geringe Luftfeuchtigkeit) oder Ernährung (Vitaminmangel). Weitere Möglichkeiten sind der Befall von Milben. Um den Tieren zu helfen, werden die Tiere in warmes Wasser gesetzt (Kopf über der Wasseroberfläche) sodass die Haut einweichen kann. Dann löst sie sich meist von selbst. Wichtig, achten Sie darauf das auch die Augen und die Schwanzspitze(bei Schlangen) sich mithäuten, sonst entstehen gefährliche Entzündungen. Ursachenbekämpfung ist dann hier das wichtigste.

Leberverfettung: Neben bakterieller Erkrankungen ist Leberverfettung die häufigste Todesursache bei
Terrarientieren. Bei zu reichlicher oder einseitiger Fütterung kann es zu einem Ausfall der Leber kommen, was zum sofortigen Tod der Tiere führt. Dies können Sie umgehen wenn Sie das Nahrungsangebot für die Tiere abwechslungsreich gestallten, sparsam füttern und zwei bis drei Fastentage pro Woche. Die gilt nicht pauschal für alle Terrarientiere.

Legenot: Ursachen für Legenot können zum Beispiel Erkrankung des Weibchens sein, fehlende geeignete Eiablageplätze, Auszehrung durch andauernde Reproduktion oder zu grosse Gelege oder Eianomalien. Beenden hochträchtige Weibchen die Suche nach einem Legeplatz oder enden die Probegrabungen ohne Abnahme des Leibesumfangs durch das Eilegen, nehmen sie die Nachungsaufnahme wieder auf und verhalten sich scheinbar normal, ist dies ein Hinweis auf drohende Legenot. Dies bedeutet das Weibchen beobachten und zu einem reptilienkundigen Tierarzt zu gehen. So kann durch rechtzeitiges einleiten der Eiablage das Tier und auch das Gelege gerettet werden.

Nahrungsverweigerung: Tiere die ihre Nahrungsaufnahme trotz Verbesserung oder Veränderung der Haltungsbedingungen verweigern müssen zwangsernährt werden. Da nach der langen Hungerperiode der Verdauungsapparat mit grossen schwerverdaulichen Brocken überfordert wäre, sollte am besten mehrmals täglich mit flüssiger Nahrung gefüttert werden. Beginnen die Tiere sich zu erholen kann nun mit Säuglingsnahrung weiter gefüttert werden - für Pflanzenfresser eine Karotten- oder Gemüsebreimischung, für Fleischfresser fleischhaltige Säuglingsnahrung. Wenn die die Tiere nicht selbst schlucken dann sollte die Nahrung von einem Tierarzt mit einer Magensonde verabreicht werden.

Rachitis und Osteomalazie: Rachitis ist die Folge von Vitamin D³ und/oder Kalzium Mangel im Körper des Tieres. Hierdurch kann es zu Wirbelsäulen-, Gliedmassen- und Wirbelsäulenverformung kommen, weil nicht genügend Kalk im Knochen angesetzt werden kann. Bei Weibchen nach der Eiablage ist darauf zu achten, das diesem Tier wieder genügend Vitamin D³ und Kalzium zugeführt wird, denn auf Grund der Kalkschalenbildung der Eier fehlt dem Tier dieser nun im Körper.

Verstopfung/Darmverschluss: Verstopfungen können durch Wassermangel, gezielte Substrataufnahme, bei Mineralstoffmangel oder durch Fremdkörper verursacht werden. Einfache Hausmittel zur ersten Behebung wären wärme Bäder oder die Verabreichung von Öl (Rhizinus, Sonnenblumenöl) durch das Maul und die Kloake. Sollte dennoch keine Besserung eintreten hilft nur der Gang zum Tierarzt.

Vitaminmangel: Vitamine sind lebensnotwendige Katalysatoren die der Körper benötigt um reibungslos zu funktionieren. Die häufigste Ursache von Vitaminmangel ist eine einseitige Ernährung. Die kann immer nur eine Nahrungssorte sein, veraltetes Trockenfutter, pures Muskelfleisch oder fettes Hackfleisch. Bei selbsständigem Fressen Vitaminzugabe ansonsten muss der Doktor die Spritze ansetzen.

  • Vitamin-A-Mangel: Es entstehen Schwellungen der Drüsen und Augenlieder, meist bildet sich zwischen Hornhaut und Augenlied eine käsige Masse. Weiterhin kommt es zur Ödembildung im Körper, die Haut verhornt, wird spröde und narbig, was wieder die Ursache für bakterielle Infektionen sein kann. Bei Landschildkröten die andauernd erkältet zu sein scheinen kann dies auf einen Mangel an Vitamin A zurück zu führen sein, da in der Nase laufend Entzündungszellen abgestossen werden, erweckt dies den Eindruck als läuft diese. Häufig davon betroffen sind auch Wasserschildkrötenbabys die zu einseitig ernährt werden - deshalb auf eine frische und ausgewogene Ernährung achten - ist nicht anders wie beim Menschen. Sollte es nötig sein das Vitamintropfen verabreichen - aber Vorsicht wegen Überdosierung.
  • Vitamin-B-Mangel: Gleichgewichtsstörungen, Zitterkrämpfe und Lähmungserscheinungen sind die Folge von Vitamin-B-Mangel. Insbesondere Fleischfresser die mit toten Karpfen oder Weissfischen gefüttert werden betrifft dies, denn der Fisch enthält das Vitamin-B abbauende Enzym Thiaminase. Bei Zitterkrämpfen Vitamin-B Tropfen verabreichen, sodass die Krämpfe in der Regel nach wenigen Stunden nachlassen.
  • Vitamin-C-Mangel: Führt zum Absterben der Schwanzspitze und Hautveränderungen. Bei Verbrennungen und Erkältung wirken sich diese positiv auf den Heilungsprozess aus.
  • Vitamin-D-Mangel: Kann Rachitis und Osteomalazie zur Folge haben, führt zu Zahnausfall und Panzererweichung bei Schildkröten.

Achten Sie bei der Fütterung auf ein vitaminreiches und abwechslungsreiches Nahrungsangebot für Ihre Tier, so ist gewährleistet das es ihnen gut geht.

Erkrankungen bei Amphibien

Amphibienkrankheiten sind noch nicht so gut untersucht wie die der Reptilien, denn durch das schnelle austrocknen des toten Tieres macht es eine Untersuchung unmöglich. Das beste ist immer bei Amphibien - bei atypischem Verhalten oder andere Veränderungen einen Tierarzt zu konsultieren.

Würmer
Oft finden sich Zwergfadenwürmer im Darmtrakt von Amphibien die sich mit den richtigen Medikamenten ausdünnen und entfernen lassen. Bei Massenbefall allerdings kann es ohne Behandlung zu einer Infektion durch Bakterien und Pilze kommen. Eine Entzündung im Darmbereich kann leicht zu einem Durchbruch werden an dem die Tiere sterben. Auch Lungenwürmer lassen sich bei Amphibien häufig nachweisen, vor allem Arten die keine Zwischenwirte benötigen, die sich sehr schnell über den gesamten Tierbestand ausbreiten können. Auch bei diesen Parasiten kommt es meist zu Entzündungen die tödlich enden. Der Nachweis von Lungenwürmern kann durch Untersuchung des Kotes erbracht werden. In diesem Fall ist eine Art und Dosierung der Medikamente unbedingt durch einen Tierarzt vor zu nehmen. Eine gründliche Desinfektion des Terrariums ist hier unbedingt nötig.

Bakterielle Erkrankungen, Molchpest, Red-Leg-Disease
Wir ein Tier falsch gehalten treten Stresszustände auf. Diese schwächen die Abwehrkräfte der Tiere enorm was zur Folge haben kann das die Tiere die Nahrungsaufnahme verweigern. Man erkennt dies deutlich an Hautblutungen, Rötungen der Haut, Ödeme und Bauchwassersucht. Bei dem so genannten Red-Leg-Disease treten die Rötungen an den Gliedmassen auf. Grössere Amphibien (grosse Salamander) sind leichter zu retten als Kleinamphibien, denn es kann versucht werden das Tier, nach Absprache mit einem Tierarzt, medikamentös zu behandeln. Wichtig ist aber eine ordentliche Hygiene und Lebensklima durch Sauberkeit und artgerechte Haltung im Terrarium wieder her zu stellen.

Pilzerkrankungen
Meist sind Pilzbefälle nur unter dem Mikroskop sichtbar und können nur durch einen Fachmediziner festgestellt werden.

Streichholzbeinchen
Die stellt eine Unterentwicklung der vorderen Gliedmassen bei Froschlurchen dar, die entweder erblich bedingt sind, durch Vitaminmangel im Kaulquappenstadium, durch falsche Ernährung oder durch zu kaltes oder falsch beschaffenes Wasser hervorgerufen werden können. Meist sind Jungfrösche davon betroffen.

Erkrankungen bei Wirbellosen

Über Erkrankungen bei Wirbellosen Tieren ist noch weniger bekannt als bei Amphibien.

Aussenparasiten
Bei Milbenbefall an Wirbellosen, können diese mit Öl abgetötet und mit einer Pinzette entfernt werden. Um dies zu vereinfachen stellen Sie die Tiere kühl - kühl - nicht tieffrieren, um ihre Bewegungsfähigkeit herab zu setzen. Schlupfwespenbefall und Fadenwürmer kommen nur bei Wildfang vor und meist verendet das Tier daran.

Pilzbefall
Pilzbefall kann zum Beispiel auf zu feuchten Boden im Terrarium her rühren. Äussere Pilze, meist als weisse oder graue Beläge zu erkennen, lassen sich mit pilzhemmenden Salben behandeln. Hat der Pilz einmal mit seinen Myzcel das Körperinnere durchwuchert ist jede Behandlung unmöglich.

Bakterien und Viren
Hier trifft zu - Vorsicht ist besser als Nachsicht. Denn bei solch eines Befalls kann den Tieren nicht geholfen werden.

Verletzung der Gliedmassen
Wirbellose besitzen nahe am Körper Sollbruchstellen, damit sie ihre Gliedmassen bei Gefahr abwerfen können. Verlieren sie nun aber Gliedmassen ohne diese selbst abgeworfen zu haben, kann das Tier durch den andauernden Flüssigkeitsverlust Schaden nehmen. Bei den folgenden Häutungen kann es zu Problemen oder zum Tod kommen. Eine Entfernung der beschädigten Glieder ist daher ratsam. Es genügt eigentlich schon das betroffene Glied mit einer Pinzette zu fassen und das Tier zu reizen. Das verlorene Glied wird dann im laufe der anschließenden Häutungen ersetzt. Dies funktioniert nur bei Tieren die die Geschlechtsreife noch nicht erreicht haben. Aber auch Erwachsene Tiere kommen mit ein oder zwei fehlenden Gliedmassen gut zurecht. Anders ist es natürlich wenn die Mundwerkzeuge fehlen. Das Tier verhungert.

Risse am Körper
Platzwunden oder Schnitte führen unwillkürlich zum Tod des Tieres durch austretende Körpersäfte. Nur zum Beispiel grösseren Vogelspinnen kann versucht werden die Blutung kleiner Wunden zum Beispiel mit Sprühverband zu
stoppen.