Das Terrarium - Eine eigene Welt für sich

Wie auch wir Menschen, stammen unsere Terrarientiere aus den unterschiedlichsten Lebensräumen. Zieht der Mensch um so richtet er sich sein neues Zuhause so ein, das er sich darin wohl fühlt. Genau dies sollten wir auch für unsere Terrarientiere tun - wir sollten es nicht nur, wir müssen dies tun. Dies schreibt uns das Tierschutzgesetz (TSchG) vor, in dem steht das alle Tiere artgerecht gehalten werden müssen. Nun ist das aber manchmal ziemlich verwirrend denn jedes Tier hat unterschiedliche Ansprüche an sein Zuhause. Viele Echsenarten brauchen es warm und Trocken aber Riesenschlangen brauchen wiederum viel Wald und Feuchtigkeit. Denn kaum eine Tiergruppe wie die Terrarientiere sind so stark an die Umweltfaktoren gebunden. Falsche Haltung, dies betrifft auch die Einrichtung des Terrariums kann Krankheiten oder sogar den Tod des Tieres zur Folge haben. Wir wollen Ihnen nun hier die verschiedenen Terrarientypen und ihre Besonderheiten vorstellen und Ihnen bei der Zusammenstellung Ihres Terrariums ein wenig unter die Arme greifen.

Dabei unterscheiden wir zwischen verschiedenen Terrarientypen wie:

  • Das Aquarium z.B. für Amphibien und Fische
  • Das Aquaterrarium z.B. für Schildkröten, Großreptilien, Krebse, Krabben, Amphibien
  • Das Paludarium z.B. für Fische, Wirbellose-Amphibien o. Reptilien
  • Das Regenwaldterrarium z.B. für Zimmerregenwald-Regenwaldbewohner
  • Das Trockenterrarium z.B. für Wüsten und Steppentiere
  • Das Großterrarium z.B. für Großechsen, Krokodile, Schildkröten, Riesenschlangen
  • Freilandgehege z.B. für Reptilien aus Europäischen Breiten

Auch ein paar Spezialitäten wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.

Das Trockenterrarium
Die dort beherbergten Tiere leben meist in den Wüsten- und Savannenregionen unseres Planten. Die spezielle Art des Trockenterraiums zeichnet sich durch die besonderen Größenverhältnisse aus. In diesem Terrarientyp sollte die Grundfläche größer sein als seine Höhe. Die Tagestemperaturen liegen hier bei 26 bis 30°C und in den Wärmeinseln sogar bis 50°C. Sorgen Sie dafür das Sie den Tieren die Möglichkeit geben sich durch Graben abkühlen zu können und bei Bedarf wieder aufwärmen. Dies erreichen Sie durch dementsprechend hoch aufgetragenen Bodengrund. In der Nacht sollten die Temperaturen bis auf Zimmertemperatur absinken und die Luftfeuchtigkeit steigen, die am Tage relativ niedrig ist. Sprühen Sie dazu je nach Art des gehaltenen Tieres täglich bis hin zu einmal wöchentlich Wasser in das Terrarium. Die meisten in den Wüstenterrarien beherbergten Tieren brauchen viel Licht. Mit einer hohen Lichtintensität und UV-Strahlung sorgen Sie für ausreichend Beleuchtung und Wärme. Zur zusätzlichen Unterstützung und Wärmezufuhr gibt es spezielle Heizmatten zu kaufen die Sie unter dem Bodengrund einbetten können. Aufgrund des relativ geringen Pflegeaufwandes des Terrariums und seiner Bewohner eignet sich ein Trockenterrarium besonders gut für Anfänger.

 

Beispiele für Typische Trockenterrarienbewohner:
Afrikanischer Blauschwanzskink *Mabuya quinquetaeniata*
Bibrons Dickfingergecko *Pachydactylus bibronii*
Blauschwanz-Stachelleguan *Sceleropus cyanogenys*
Braune Hausschlange *Lamprophis fuliginosus*
Leopardgecko *Eublepharis macularius*

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Das Regenwaldterrarium
Aufgrund der vielen Farben- und Pflanzenvielfalt ist das Regenwaldterrarium ein schöner Raumschmuck und ein Naturerlebnis pur in der Wohnung. Für das notwendige Tropische Klima sorgen am Tage Temperaturen von 25 bis 32°C mit einer Luftfeuchtigkeit von 60 bis 100%. In der Nacht wird es richtig feucht denn Die Luftfeuchtigkeit klettert bis auf 100% und die Temperaturen liegen zwischen 20 bis 25°C. Die erforderlichen Temperaturen werden durch die Beleuchtung erreicht, aber je na zu pflegender Art variiert die Beleuchtung. Arten die in ihrem natürlichen Lebensraum in den Baumkronen leben brauchen viel Licht und viel Wärme. Für Bodenbewohner sollten dann auch ausreichend schattige Plätze zur Verfügung stehen. Damit die Feuchtigkeit im Terrarium gleich bleibt muss dieses mehrmals täglich besprüht werden. Eine Erleichterung: es gibt spezielle Ultraschall-Vernebler, Beregnungsanlagen oder Hochleistungsluftbefeuchter. Echte Pflanzen erhöhen Die Luftfeuchte im Terrarium und eignen sich daher besonders gut.

Beispiele für Typische Regenwaldterrarienbewohner
Östliche Bändernatter *Thamnophis sauritus sauritus*
Ritteranolis *Anolis equestris*
Grüner Leguan *Iguana iguana*
Grüner Laubfrosch *Hyla versicolor*
Saumschwanz - Hausgecko *Cosymbotus platyurus*

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Das Aquaterrarium
AquaterrariumDas optimalste für die Haltung von Amphibienarten und Wasserschildkröten ist das Aquaterrarium. Der Unterschied zwischen Aquarium und Aquaterrarium ist das hier außer einem Wasserteil auch ein Landteil vorhanden ist. Wenn Sie Schildkröten halten sollte der Bodengrund tief und Grabfähig sein, denn dieser dient in erster Linie der Eiablage. Bei Amphibienhaltung sollten an Land genügend Verstecke vorhanden sein, denn einige Molcharten verbringen nur einen Teil des Jahre im Wasser und den Rest an Land. Vergessen Sie nicht das bei Schildkröten eine hohe Lichtintensität und
UV-Strahlung notwendig ist, gefolgt von genügend Wärmestrahlern. Bei Amphibien kann das Licht kostengünstig durch Leuchtstoffröhren ersetzt werden, weil dies hier eher eine Nebenrolle spielt.

 

Beispiele für Typische Aquaterrarienbewohner
Rotaugen - Laubfrosch *
Agalychnis callidryas*
Vierzehensalamander *Hemydactylium scutatum*
Tigersalamander *Ambystoma tigrinum*
Südliche Zierschildkröte *Chrysemis picta dorsalis*
Gewöhnliche Moschusschildkröte *Sternotherus odoratus*

Special

Schildkrötenterrarium
Kleine Schildkröten können problemlos in mittelgroßen Terrarien oder Aquarien gehalten werden. Aber wohin wenn sie groß sind? Ein normales Glasterraium wird da schnell zu eng, vorallem wenn die Tiere über 30 cm werden. Für Schildkröten aus dem europäischem Raum bietet sich das Freilandgehege fast ganzjährig an. Für tropische- oder subtropische allerdings wird dies dauerhaft zu kalt. Hierfür bieten sich Gewächshäuser an die an warmen Tagen Zugang zu einem Freilandgehege haben. Für alle Landschildkröten gilt - viel Licht sowie UV - Strahlung und Wärme. Draußen übernimmt dies die natürliche Sonne und im Inneren spezielle dafür vorgesehene Lampen. Auch im Freien müssen sonnige und schättige Plätze sowie trockene Unterschlüpfe dem Tier zur Verfügung stehen.

Beispiele für Typische Gehegebewohner
Maurische Landschildkröte *Testudo graeca*
Russische Landschildkröte *Agrionemys horsfieldii*
Breitrandschildkröte *Testudo marginata*
Waldbach - Schildkröte *Clemmys insculpta*
Sternschildkröte
*Geochelone elegans*

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Chamäleonterrarium
Chamäleons brauchen viel frische Luft und sind daher auf einen ständigen Luftaustausch angewiesen. Deshalb müssen Chamäleonterrarien mit großen Belüftungsflächen ausgestattet sein. So genannte “Netzterrarien” können da Abhilfe schaffen, denn ihre Wände bestehen aus Nylongewebe. Genau so wichtig wie die Luft ist auch die Temperatur. Im Hochland lebende Arten sind tagsüber Temperaturen von bis zu 30°C gewöhnt, allerdings Nachts fallen diese bis auf 15°C zurück. In Terrarien, gerade im Sommer, ist eine Temperatursenkung nicht möglich. Entscheiden Sie sich daher für die im Tiefland lebenden Arten für die unsere Zimmertemperaturen kein Problem sind. Das Chamäleonterrarium sollte höher sein als seine anderen Maße und mit ausreichend verschieden starker Äste zum klettern und genügend Bepflanzung als Versteck oder Sichtschutz. Beachten Sie bitte das Chamäleons selten oder gar kein stehendes Wasser trinken (aus dem Napf) und es überhaupt nicht mögen wenn sie angesprüht werden. So genannte Tropftränken simulieren Regentropfen oder Tau das vom Tier aufgeschleckt wird.

Beispiele für typische Bewohner
Jemenchamäleon *Chamaeleo calyptratus*
Teppichchamäleon *Chamaeleo lateralis*
Sternfelds Bergchamäleon
*Chamaeleo rudis sternfeldi*
Lappenchamäleon *Chamaeleo dilepis*
Kammchamäleon *Chamaeleo cristatus*

Bitte bedenken Sie das wir Ihnen hier nur ein Kurzportrait der verschiedenen Terrarien vorgestellt haben. Erkundigen Sie sich immer bei Ihrem Züchter, Händler oder in Fachliteratur wie das Terrarium auf Ihr Wunschtier bezogen eingerichtet werden muss. Für weitere Infos stehen wir Ihnen natürlich gern zur Verfügung. Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit Ihrem neuen Terrarium.